Bei mir werden keine Rassen wie:

  • Berner Sennenhund
  • Schäferhunde
  • Neufundländer
  • Bernhardiner
  • Retriever
  • Mops, Labrador
  • Tibet Terrier
  • Spitz, ELO usw.

im Sommer bis auf 3 oder 5mm runter geschoren. Das ist nicht Tiergerecht und schädigt dauerhaft die Haarstruktur. Es wird nur die Unterwolle entfernt und der Hund ein wenig in Form geschnitten (Zeitaufwand ca. 1-2,5 Stunden, ja nach Rasse und Fellzustand). Sollte sich im Alter hormonell bedingt die Unterwolle nicht mehr lösen, dann ist ein Scheren nicht zu verhindern. Ich berate Sie gerne dazu. Auch haben kastrierte Hunde oft Probleme mit ihrem doppelschichtigem Fell. Durch die Kastration gerät der gesamte Hormonhaushalt durcheinander und es wird in den meisten Fällen die Unterwolle deutlich stärker. Die Hunde sehen wolliger aus und diese Wolle neigt sehr schnell zum Verfilzen. 

Hier eine Erklärung zum extremen Sommercut:

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Kaum steigen die Temperaturen an, sieht man sie wieder zunehmend im Straßenbild: Geschorene Hunde – teilweise kahl bis auf die Haut. „Weil er sonst so schwitzt“ oder „Damit Luft an seine Haut kommt“ lauten die häufigsten Erklärungen der ahnungslosen Halter. Dass sie mit dem Radikalschnitt ihrem Hund mehr schaden als helfen, ist ihnen nämlich nicht bekannt.

 

Was für Unterfell-lose Rassen wie Yorkshire-Terrier, Malteser oder Pudel noch kein gravierendes gesundheitliches Problem darstellen mag, ist für die Fellschnauzen mit Deck- und Unterhaar oft der Beginn einer elendigen Tragödie. Alle Jahre wieder werden immer mehr Vierbeiner zur „Sommerschur“ in den Frisörsalon expediert. „Einmal alles ab!“ lautet die Ansage der Besitzer.
Bestärkt in ihrer Entscheidung durch ebenfalls unwissende oder konfliktscheue Hundefrisöre, ist die alljährlich zunehmende Prozedur des Kurz- oder sogar Kahlscherens mittlerweile Hauptursache für die sogenannte „Clipper Alopezie“: Haarausfall und dauerhafte Schädigung des Deckhaares. alopezie-vanessa-padron.jpgUnzählige haarlose „Flecken“ oder nur mit vereinzelten Deckhaarbüscheln durchsetzte Unterwolle-Areale überziehen dann den Hundekörper. Verursacht durch die von Sonnenbrand verletzten Kapillaren (kleinste Blutgefäße, die die Hautschichten durchziehen), die unter der Hitzebestrahlung wie bei einer Verödung regelrecht zusammen „schmelzen“ und somit die Versorgung der Haarwurzeln in den oberen Hautschichten des Hundes nicht mehr leisten können. Die Folge: Das Fell wächst nur noch stellenweise oder gar nicht mehr nach. Der Hund ist seines natürlichen Witterungsschutzes beraubt – sommers wie winters!

alopezie-karen-blakeley.jpgAuch häufiges extremes Haarkürzen bei Rassen mit sehr langsam wachsendem Deckhaar hat zur Folge, dass die Unterwolle sehr viel schneller nachwächst und den Wuchs des Deckhaars zusätzlich behindert. Unabhängig davon, dass der einzelne Hund dadurch sein rassetypisches Aussehen verliert und stumpfes, wie Wollfilz anmutendes und Flüssigkeit aufnehmendes statt abweisendes Haar seinen Körper bedeckt, kann es zum Beispiel für Neufundländer und Landseer bedeuten, dass ihnen außerdem der natürliche Hautschutz für ihre rassetypischen Wasseraktivitäten fehlt. Das gilt auch für die Wasser liebenden Hunderassen wie Golden Retriever, Labrador und Spaniel.

So sieht´s aus:

fellpflege-sommerschur3.jpg

Warum der Trend zur Sommerschur?

Da Hunde nicht über die Haut schwitzen wie ihre besorgten Halter, müssen sie den Hitzeausgleich über Hecheln, Flüssigkeitsaufnahme und das Aufsuchen schattiger Flächen erreichen.
Viele Hundehalter reagieren nervös und beunruhigt auf das vermeintlich übermäßige Hecheln ihrer geliebten Vierbeiner, sobald das Thermometer sommerliches Wetter verheißt. Dass ihre Hunde auch in der kühleren Jahreszeit vergleichsweise viel und intensiv hecheln, wenn sie über den Agilityplatz sprinten, am Rad laufen, Trailen, Apportieren oder einfach nur mit Artgenossen toben, wird von den Zweibeinern nicht annähernd mit der selben Besorgnis zur Kenntnis genommen. Das Abscheren des Fells – wie vielleicht auch parallel zum eigenen Sommerschnitt – scheint ihnen eine sinnvolle Maßnahme, um ihrem Hund die gewünschte Linderung zu verschaffen. Dass sie ihrer Fellschnauze damit mehr schaden als helfen, ist den wenigsten Haltern bewusst.

Ausziehen- JA, nackig machen- NEIN!

Fellpflege-Sommer-richtig.jpgIm Prinzip hat die Natur schon für die richtige Fellbeschaffenheit zu den einzelnen Jahreszeiten gesorgt. Die Fellwechsel zum Frühjahr und zum Spätherbst müssen nur noch durch die richtigen Maßnahmen unterstützt werden:

Ein Auflockern oder Ausdünnen der Unterwolle zum Frühjahr; Anregung des neuerlichen Unterwollewuchses durch regelmäßiges, durchblutungsförderndes Striegeln und Kämmen zur kälteren Jahreszeit.

Die regelmäßige, der natürlichen Fellbeschaffenheit entsprechende Pflege ist ebenfalls eine wichtige Voraussetzung, den saisonal bedingten Fellwechsel zu unterstützen.

 

Ein Sprichwort: "Was gut ist für den Winter, ist auch gut für den Sommer."

 

Sollte Ihr Hund von der Fellbeschaffenheit, alters- oder krankheitsbedingt bereits mehrere Male geschoren worden sein, dann werde ich es weiter beibehalten, denn oftmals ist das Fell dadurch schon so geschädigt, daß selbst ich keine Wunder mehr vollbringen kann.



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